Wie ein kaum beachtetes Phänomen plötzlich eine Preisrally auslöst — und warum es fundamental anders ist als bei Bitcoin
In diesem Artikel beleuchten wir:
- Was Treasury Companies eigentlich sind
- und ob und warum sie Sinn machen
- Warum sie bei ETH anders funktionieren als bei BTC
- und ob Treasury Companies am Ende nur ein Ponzi-Schema sind — die den Markt ultimativ wieder in einen Mega-Crash führen.
Aus Sicht der ersten Prinzipien gibt es eigentlich keinen Grund, Aktien einer Treasury-Company statt das Asset selbst zu kaufen: Auch wenn die Firma nur Krypto hält, entstehen Overhead-Kosten, dazu kommen Risiken wie Fehlmanagement, Veruntreuung oder Insolvenz. Wer Coins direkt hält, vermeidet all das — woher kommt also die Daseinsberechtigung?

Was sind Krypto-Treasury-Companies?
Eine Krypto-Treasury-Company ist ein börsennotiertes Unternehmen, dessen Hauptzweck es ist, große Mengen an Krypto-Assets als Reserve zu halten.
Diese Firmen beschaffen Kapital auf den Finanzmärkten — typischerweise über:
- Aktienemissionen (Kapitalerhöhungen)
- Konvertible Notes (wandlungsfähige Schuldverschreibungen)
- Klassische Anleihen oder Schuldscheine
Das eingesammelte Geld wird anschließend direkt in digitale Assets investiert die auf die Firmenbilanz kommen.
Bekannte Beispiele:
- Bitcoin: Strategy (628.946 BTC), Marathon Digital (50.639 BTC), Metaplanet (18.113 BTC)
- Ethereum: Bitmine Immersion Tech (1,2 Mio. ETH), SharpLink Gaming (598.800 ETH), The Ether Machine (345.400 ETH)
Warum gibt es Treasury-Companies?
Der Hauptgrund für ihre Existenz ist derselbe wie bei Krypto-ETFs oder den früheren Krypto-Trusts (z. B. Grayscale):
Sie ermöglichen traditionellen und institutionellen Investoren einen Zugang zu Krypto, ohne dass diese selbst Coins halten müssen.
Viele institutionelle Anleger dürfen aus regulatorischen oder operativen Gründen keine digitalen Assets direkt kaufen oder verwahren — der Umweg über börsennotierte Aktien schafft hier Abhilfe.
Darüber hinaus versuchen Treasury-Companies, attraktiver als das zugrundeliegende Asset zu werden, indem sie den Asset-Anteil pro Aktie laufend erhöhen. Wie sie das genau tun, beschreiben wir später noch.
Einige Firmen betreiben zudem diversifizierte Geschäftsmodelle: Mining, Staking, DeFi-Strategien (Lending, Restaking, Liquidity-Provision)
Gerade die letzten beiden Punkte macht die ETH-Treasury-Companies interessant.
👉 Aus Sicht der Investoren entsteht dadurch eine Art Hebel-Effekt:
Wenn der Coin-Preis steigt, steigt der Wert der Treasury-Aktien oft überproportional.
Wie entstehen Treasury-Companies?
Die meisten Krypto-Treasury-Companies entstehen nicht „from scratch“, sondern aus bestehenden Shell- oder Zombie-Companies.
Das heißt: Eine börsennotierte Firma ohne funktionierendes Geschäftsmodell, ohne nennenswerte Umsätze, aber auch ohne hohe Schulden wird aufgekauft, entkernt und anschließend als reine Treasury-Company neu positioniert und mit Kapital ausgestattet.
👉 Vorteil: Der aufwendige und teure Weg eines Börsengangs (IPO) wird umgangen.
👉 Nachteil: Oft bleibt ein merkwürdiges Branding zurück — daher rühren viele der seltsam klingenden Namen in den ETH-Treasury-Rankings.
Daneben gibt es aber auch Treasury-Companies wie (Micro)Strategy, die ursprünglich ein funktionierendes Geschäft hatten (Business-Analytics-Software), aber ihre Bitcoin-Strategie als Kapitalallokation zusätzlich aufgenommen haben. In vielen Fällen wurde die ursprüngliche Geschäftstätigkeit dadurch jedoch überlagert oder sogar in den Hintergrund gedrängt — das Treasury-Modell wurde zum Hauptgeschäft.
Für die weitere Analyse betrachten wir Treasury-Companies deshalb rein aus der Perspektive ihrer Treasury-Strategie — also den gehaltenen Krypto-Reserven — ohne Rücksicht auf eventuell verbliebene Nebengeschäfte.
NAV-Premium — was ist das?
Das NAV-Premium ist die wohl am meisten diskutierte Kennzahl bei Treasury-Companies.
- NAV (Net Asset Value) = Wert der gehaltenen Coins pro Aktie
- NAV Premium = (Aktienkurs / NAV) — 1
Beispiel:
Eine Firma hält ETH im Wert von 1 Mrd. USD.
Sie hat 100 Mio. Aktien → NAV pro Aktie = 10 USD.
Die Aktie wird an der Börse für 15 USD gehandelt → NAV Premium = 50 %.
Die entscheidende Frage lautet: Warum zahlen Trader und Investoren mehr für die „Verpackung mit Inhalt“ als für den „reinen Inhalt”?
Nicht-numerische Gründe
- Zugang & Seltenheit: Viele institutionelle Investoren dürfen keine Coins direkt halten. Gibt es nur wenige Aktienvehikel mit großer Nachfrage, entsteht ein Premium (bekannt damals von Grayscale).
- Spekulation: Anleger hoffen auf überproportionale Kursgewinne.
- Marketing & Storytelling: Michael Saylor (Strategy) oder Tom Lee (Bitmine) inszenieren ihre Strategien medienwirksam über alle traditionellen Finanz-Kanäle (NBC, CNBC etc.) und ziehen damit zusätzliches Kapital an.
„Liquidity begets liquidity“ — das größte Vehikel wird zur selbstverstärkenden Kapital-Maschine.

Numerische Gründe
- Coins pro Aktie erhöhen: Diese Firmen versprechen, die Coins pro Aktie zu steigern. Selbst wenn neue Aktien über Kapitalerhöhungen ausgegeben werden (Verwässerung), kaufen sie mit dem frischen Kapital mehr Krypto, sodass sich das Verhältnis Coins pro Aktie verbessert. Dieses Modell funktioniert besonders gut, wenn ein hohes Premium vorhanden ist — neue Aktien können teurer verkauft werden, als die Verwässerung schadet.

- Klassische Anleihen/Bonds: Auch damit lassen sich neue Coins finanzieren; allerdings akkumuliert das Verbindlichkeiten. Da viele Firmen versprechen, die unterliegenden Krypto-Assets nicht zu verkaufen, bleibt oft nur die weitere Aktienemission zur Refinanzierung.
- Konvertible Notes: Schuldscheine, die in Aktien wandelbar sind — damit lassen sich weitere Coins finanzieren. Ein Art Mischung aus den beiden darüberliegenden.
Ob diese Strategien erfolgreich sind, hängt stark vom Timing und Geschick des Managements ab — günstige OTC-Käufe in Bärenmärkten steigern das Premium zusätzlich.
Makro-Faktor: Währungsentwertung. In einer Welt, in der Fiat-Währungen durch Inflation und Staatsverschuldung an Wert verlieren, steigt langfristig die Nachfrage nach „harten Assets“ wie Bitcoin und Ethereum. Treasury-Companies nutzen dieses Umfeld, um ihr Premium in immer mehr Coins pro Aktie und setzten auch darauf das Schulden weg-inflationiert werden.
Geschwindigkeit & Liquidität
Die Geschwindigkeit, mit der das Coins-pro-Aktie-Verhältnis verbessert wird, erzeugt zusätzlich Premium. Ähnlich wie Zinsen ja auch ein Geschwindigkeitswert ist (Geld/Zeit).
Liquidität und Handelsvolumen sind für große Investoren entscheidend: Sie wollen in eine Aktie, aus der sie ohne großen Einfluss auf den Preis wieder rauskommen (keine Slippage). Auch dafür wird ein Premium gezahlt.
Was die Firma mit dem Asset tut
Es gibt zudem ein Premium darauf, was die Firma mit dem zugrundeliegenden Asset tun kann:
- Bitcoin ist „digitales Gold“, ein Stein — kein Zins. Transaktionsgebühren gehen an die externen Miner.
- Ethereum zahlt Staking-Erträge; die Gebühren landen bei den Stakern. Der Infrastruktur-Aufwand ist vergleichsweise gering. Diese Erträge verbessert das Coins-pro-Aktie-Verhältnis oder kann sogar als Dividende ausgeschüttet werden. Rechnerisch ergibt sich bei ~3 % Zins nach klassischen Methoden bereits ein faires Premium um ~60 %.
Wichtig: Ein Premium kann auch zum Discount werden — handelt die Aktie unter 1× NAV, dreht sich der Effekt um.

Mehrwert gegenüber reinen ETFs
Der zentrale Vorteil von Treasury-Companies liegt darin, dass sie ihre Bestände aktiv einsetzen können. ETH-Treasuries staken ihre Coins, betreiben Validatoren und erzielen so 3–5 % jährlichen Ertrag, zusätzlich oft ergänzt durch DeFi-Strategien wie Restaking oder Lending. Ein ETF dagegen bleibt passiv. Selbst wenn Staking dort eines Tages erlaubt würde (Defi wohl nie), müssten ETFs wegen ihrer Einlösbarkeit-Struktur rund die Hälfte der Assets liquide halten — ein 3 %-Ertrag schrumpft so schnell auf 1,5 %. Treasury-Companies haben damit einen klaren strukturellen Renditevorteil.
Krypto-Schwungrad-Effekt und Risiken
Treasury-Companies können eine Rally enorm verstärken — aber ebenso umgekehrt wirken. Das Prinzip ist selbstverstärkend: Immer mehr Coins werden gekauft, das Premium steigt, die Firmen können neue Aktien teurer emittieren und damit wieder zusätzliche Coins erwerben. Sobald mehrere Unternehmen gleichzeitig agieren und auch noch ETFs Kapital anziehen, entsteht das bekannte „Flywheel“ (Schwungrad): steigende Preise ziehen Privatanleger an, deren Nachfrage treibt die Kurse weiter, was wiederum das Premium und die Kaufkraft der Treasury-Companies erhöht.

Ein wesentlicher Unterschied zu ETFs ist, dass Treasury-Companies ihre Coins — so das Versprechen — fast vollständig aus dem Umlauf nehmen. Dadurch wird künftiger Verkaufsdruck zunächst blockiert. Doch genau hier liegen die Risiken: Ab wann sind Treasury-Companies gezwungen, ihre Bestände wieder zu verkaufen?
Die Antwort: im Wesentlichen nur dann, wenn sie zu viele Schulden aufgenommen haben und/oder das Premium über längere Zeit unter 1 fällt. Solange eine Refinanzierung über neue Aktienemissionen möglich ist, bleibt das Modell stabil. Fällt das Premium dauerhaft unter 1 und drücken gleichzeitig Overhead-Kosten auf die Bilanz, droht Insolvenz — und damit auch Verkaufsdruck auf die gehaltenen Coins. Eine bloße Reduktion des Premiums unter 1 ohne Kostendruck bedeutet dagegen “nur” einen Absturz des Aktienkurses, nicht aber zwingend Verkäufe der zugrunde liegenden Assets.
Für Bitcoin-Treasuries ist die Gefahr größer, da Bitcoin keine laufenden Erträge abwirft. Werden zusätzlich Schulden über Convertible Notes oder Bonds aufgenommen, wächst das Risiko, dass Firmen ihre Zahlungsfähigkeit verlieren — besonders wenn Assets zu hohen Preisen eingekauft wurden und ihr Coins pro Aktie schwach ist. In einem Umfeld, in dem Fiat-Währungen tendenziell entwerten, dürfte das langfristig zwar weniger problematisch sein, aber temporäre Refinanzierungsengpässe in Bärenmärkten bleiben ein Risiko.
Die größte Gefahr liegt jedoch in der verbotenen Frucht der Hebelpositionen. Wenn Firmen ihre Bestände als Kollateral hinterlegen, um noch mehr Coins zu kaufen, bauen sie versteckte Hebel-Strukturen auf. Diese sind oft intransparent, schwer einzuschätzen und können das Flywheel gefährlich beschleunigen. Gerät der Markt ins Wanken, kann genau dieser Hebel den „Stopper“ durchbrechen — und aus dem selbstverstärkenden Aufwärtseffekt eine ebenso heftige Abwärtsspirale machen. Hier liegt die größte Gefahr.

Das Endgame
Wir alle wissen: Bäume wachsen nicht in den Himmel — und so wird es auch bei den Treasury-Companies sein.
Der Vorteil des Investorenzugangs wird sich über die Zeit verringern und irgendwann irrelevant werden. Die Geschwindigkeit, mit der das Coins-pro-Aktie-Verhältnis verbessert werden kann, wird abflachen. Liquidität und Handelsvolumen werden sich einpendeln. Und auch die Währungsentwertung von Fiat-Währungen hat irgendwann ein Ende, wenn neue Finanzsysteme an ihre Stelle treten.
Die entscheidende Frage lautet: Was passiert, wenn das NAV-Premium gegen eins geht und Treasury-Companies nicht weiter wachsen können? Was ist ihr Endgame?
Bitcoin-Treasuries
Bei Bitcoin ist die Frage schwer zu beantworten — und die Perspektiven sind begrenzt:
- Lightning-Network-Nodes: Firmen könnten ihre Liquidität nutzen, um Payment-Kanäle zu betreiben und Gebühreneinnahmen zu generieren.
- Lending/Verpfändung: Bitcoin als Sicherheitenbasis für Kredite. Bisher aufgrund niedriger Zinsen uninteressant, könnte aber langfristig eine Rolle spielen.
Doch insgesamt bleibt das Bild: Bitcoin ist „digitales Gold“. Ohne nativen Erträgen oder einer Onchain-Governance sind Treasury-Companies hier stark von Narrativ und Premium abhängig — wenn dieses verschwindet, bleibt wenig Substanz.
Ethereum-Treasuries
Ethereum bietet ein völlig anderes Bild — und damit ein viel klareres Endgame:
- Staking-Erträge: Schon heute erwirtschaften ETH-Treasuries laufend 3–5 % Erträge durch Staking — eine dauerhafte Einkommensquelle.
- Infrastrukturrolle: Als Validatoren stellen sie aktiv einen Teil der Netzwerkinfrastruktur. Dadurch haben sie direkten Einfluss auf die Sicherheit des Systems.
- Potenzielle Governance: Sollte Ethereum künftig ein formales Onchain-Governance-System einführen (ähnlich wie bei Cardano), hätten Treasury-Companies zusätzlich politisches Gewicht im Protokoll.
- DeFi-Integration: ETH-Treasuries können ihre Bestände über Restaking, Lending, Borrowing oder Liquidity Provision weiter verzinsen — risikoadjustiert und über den Staking-Erträge hinaus.
Langfristige Perspektive
Wenn sich Ethereum als „World Ledger“ etabliert — also als Basis für unser künftiges Finanz- und Eigentumssystem –, dann könnten Treasury-Companies zu grundlegenden Pfeilern dieser Infrastruktur werden.
Sie wären nicht mehr nur Vehikel für Investorenzugang, sondern echte System-Player, die sowohl Kapital bereitstellen als auch die Infrastruktur absichern, auf der das neue Finanzsystem läuft.
Verteilung und Konkurrenz zwischen Bitcoin- und Ethereum-Treasuries
Bei Bitcoin ist das Feld stark auf einen einzelnen Akteur konzentriert: Strategy dominiert den Markt mit fast drei Prozent des gesamten Angebots — über 600.000 BTC. Michael Saylor hat es gewissermaßen übertrieben und dabei versäumt, andere große Spieler in den Markt hineinzuziehen. Er hat die Konkurrenz so sehr im Staub zurückgelassen, dass es für neue Unternehmen heute fast wie ein verlorener Kampf wirkt, überhaupt noch einzusteigen. Das könnte sich langfristig negativ für Bitcoin auswirken, weil aus Sicht anderer Firmen ein Einstieg oder Ausbau schlicht unnötig erscheint, wenn das Kapital so ungleichmäßig verteilt ist.

Ethereum dagegen ist deutlich breiter aufgestellt. Mehrere große Treasury-Companies liegen relativ nah beieinander und liefern sich ein echtes Rennen um die Spitze. Dieser Wettbewerb sorgt dafür, dass ständig neues Kapital beschafft wird und sich die Akteure gegenseitig antreiben — ein entscheidender Grund, warum ETH-Treasuries so schnell zu einem starken Preistreiber geworden sind. Die eigentliche Herausforderung für Ethereum ist nun, auch andere Player ins Rennen einzubinden — nicht nur reine Treasury-Companies, sondern Firmen mit echtem Eigenkapital und technologischer Nähe. Bei Bitcoin ist es Saylor nicht gelungen, Konzerne wie Microsoft zu überzeugen — vielleicht gelingt es Tom Lee, die „Mag 7“ in Ethereum hineinzuziehen.
First-Principles-Perspektive
Aus Sicht erster Prinzipien ist eine Krypto-Treasury-Company im Kern:
- Ein Vehikel zur Kapitalbündelung (über Aktienmärkte)
- Ein Konvertierungsmechanismus (Fiat → Krypto über Börsenvehikel)
- Ein Hebel auf Knappheit (wenn Coins aus dem Markt genommen werden)
- Ein Liquiditätsfilter (Coin-Liquidität wird gegen Aktien-Liquidität getauscht)
- Im Falle von Ethereum: ein Infrastrukturprovider und Netzwerk- und Defi- Teilnehmer
Für Bitcoin wie für Ethereum bedeutet das: Jede durch eine Treasury gekaufte Einheit Krypto ist langfristig aus dem freien Umlauf genommen — und erzeugt so eine dauerhafte Angebotsverknappung und damit Preisdruck nach oben. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Verschuldung unter einem soliden konservativen Risikomanagement bleibt und kein Hebel aufgebaut wird.
Fazit
Lustigerweise zeigte sich in diesem Krypto-Zyklus wieder einmal die Diskrepanz zwischen Erwartung und Realität:
- Erwartung: Wall Street geht on-chain, alles wird tokenisiert.
- Realität: Coins gehen on Wall Street — Krypto wird stockinisiert!
👉 ETFs halten bereits 590.000 BTC (3 %) und 3,6 Mio. ETH (3 %).
👉 Bitcoin-Treasuries vereinen rund 977.000 BTC (5 %).
👉 ETH-Treasuries halten inzwischen über 2,5 Mio. ETH (2 %).
👉 Immer mehr DATs (Digital Asset Trusts) folgen diesem Trend — zunehmend auch bei Altcoins.
Ethereum-Treasuries sind dabei nicht nur ein weiteres Investment-Vehikel, sondern gleichzeitig ein netzintern relevanter Akteur: Sie treten als Validatoren auf, sichern das Netzwerk und nehmen als DeFi-Teilnehmer aktiv am Ökosystem teil. Diese Fähigkeit hebt sie fundamental von Bitcoin-Treasuries ab und definiert ihr Endgame: ein Hybrid aus Investmentfonds und Infrastrukturprovider — etwas, das Bitcoin in dieser Form nicht kennt. Für Bitcoin wird diese Asymmetrie irgendwann zur Debatte stehen, sollte das Netzwerk keine alternativen Ertragsquellen erschließen.
Kurzfristig treiben Treasuries die Kurse — langfristig können sie jedoch auch zu einem systemischen Risiko werden, wenn zu viel Kapital über zu wenige Player und mit zu hohem Hebel in den Markt fließt.
Der Aufstieg der ETH-Treasuries im Jahr 2025 ist deshalb nicht nur ein kurzfristiges Markt-Event, sondern markiert einen strukturellen Wandel, der das Ethereum-Ökosystem dauerhaft prägen wird.

Disclaimer: Die Artikel von onchainaustria dienen ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken. Alle Analysen, technischen Einblicke oder Darstellungen zu Krypto-Protokollen und ‑Technologien sind rein informativ und stellen keine Finanzberatung, Anlageempfehlung oder Preisprognose dar. Unsere Inhalte spiegeln lediglich unsere Sichtweise auf technische Aspekte wider und sollten nicht als offizielle Finanzberatung verstanden werden. Keine Haftung für finanzielle Entscheidungen.